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Frühling mit Hund

Bild: Pixabay.com - Zitat Autor unbekannt

Frühlingsgefühle

Im Frühling kann es schon mal vorkommen, dass unsere Hunde nicht ganz so gut horchen, wie wir es gewohnt sind.  Die Natur erwacht und es gibt eine regelrechte Geruchsexplosion. Die Gerüche sind aufgrund der wärmeren Temperatur viel intensiver, Wildtiere sind wieder aktiver am Weg und bei dem schönen Frühlingswetter sind grundsätzlich mehr Menschen (mit ihren Hunden) unterwegs. Außerdem bringt der Frühling ein regelrechtes Hormonchaos mit sich, denn Hündinnen werden läufig und verdrehen den Rüden damit ganz schön den Kopf. Ganz schön viel Ablenkung also! Wir sollten unseren Hunden deswegen natürlich nicht einfach alles durchgehen lassen, aber vielleicht in manchen Situationen etwas nachsichtiger reagieren.

 

Wo aber auf alle Fälle keine Nachsicht gilt ist der Schutz von Wildtieren! Im April startet die sogenannte Brut- und Setzzeit in der viele Wildtiere ihre Jungen zur Welt bringen. Freilaufende Hunde können nicht nur die Ruhe der Tiere stören, sondern auch Elterntiere verjagen, sodass die Jungtiere auf sich alleingestellt sind. Daher gilt abgesehen von der regionalen Leinenvorschrift in dieser Zeit, dass Hunde, die nicht zuverlässig unter Ablenkung durch Wildtiere abrufbar sind, an die Leine gehören.

 

 

Gefahren im Frühling

Die schöne Blütenpracht im Garten und auf den Spaziergängen erfreut zwar uns Menschen, für unsere Hunde sind aber viele der Frühlingsboten (hoch-) giftig. 

Hunde sind zwar keine Pflanzenfresser und verzehren wohl selten komplette Blumensträuße, dennoch ist Vorsicht geboten. Vor allem Welpen erkunden die Umwelt mit ihrem Maul. Auch intensives Schnüffeln an den Pflanzen oder häufiges durch sie durchrennen/kriechen (z.B. Thuja-Hecke) kann zu Symptomen führen, wenn der Hund sich danach die Schnauze oder Körperstellen abschleckt, mit denen er die Pflanzen berührt hat. 

 

Folgende Pflanzen sind giftig für Hunde:

 

Tulpen

Narzissen

Primeln


Buschwindröschen

Traubenhyazinte

Blauer Eisenhut


Hyazinthe

Herbstzeitlose

Maiglöckchen


Krokus

Fingerhut

Hortensie


Rhododendron

Thuja

Buchsbaum


Die Pflanzen locken natürlich auch ungewollte Gäste wie Schnecken an, welche wir Wiederrum mit Schneckenkorn versuchen fernzuhalten. 

Auch auf landwirtschaftlichen Flächen wird Schneckenkorn eingesetzt!

 

Achtung Schneckenkorn ist hochgiftig für Hunde! 

Angeblich schmeckt es süßlich (was ich natürlich selbst nicht getestet habe) und daher sind auch Hunde nicht davon abgeneigt es zu essen. 
Auch wenn der Hund durch Schneckenkorn durchläuft und sich danach die Pfoten abschleckt, kann es zu einer Vergiftung kommen. Insbesondere wenn er Körner zwischen den Zehen eingetreten hat.

Was auch bedacht werden muss: sollte Blaukorn in Topfpflanzen angewendet werden, die auf einem Untersetzer stehen, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Hund nicht das Wasser aus der Schale trinkt! Auch so nimmt er das Gift auf.

 

Erste Symptome zeigen sich je nach aufgenommener Menge bereits ab 30 bis 60 Minuten. Es besteht akute Lebensgefahr, daher bei einem Verdacht lieber einmal zu viel zum Tierarzt ...! 

 

Symptome und Vergiftungserscheinungen:

  • Apathisches Verhalten
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Krämpfe
  • Zittern
  • Blut im Urin
  • starker Speichelfluss
  • blasse Schleimhäute
  • Herzrasen
  • Atemnot
  • Taumeln
  • Ohnmacht

 

Die summende Lebensgefahr ...

Sobald die Natur erwacht sind natürlich auch wieder jede Menge Insekten unterwegs. Insbesondere Bienen- oder Wespenstiche stellen eine Gefahr für unsere Hunde dar.

Abgesehen davon, dass manche allergisch reagieren, werden Hunde meist im Maulbereich gestochen, weil sie probieren nach den summenden Störenfried zu schnappen. Insektenstiche schwellen innerhalb kürzester Zeit extrem an und es droht Erstickungsgefahr! 

 

Vor allem bei Welpen muss sehr gut darauf geachtet werden, dass sie von Beginn an lernen nicht nach Fliegen / Schmetterlingen / Bienen / Hornissen oder Wespen zu schnappen.

Sollte es dennoch zu einem Stich kommen, kann im Körperbereich die Stelle mit Kühlpads oder fließendem kalten Wasser gekühlt werden. Ein kalter Essigwickel kühlt ebenfalls und wirkt neutralisierend auf das Gift.
Im Maulbereich können Eiswürfel oder Speiseeis verwendet werden & es sollte auf alle Fälle ein Tierarzt kontaktiert werden. 

Lass dich aber von den möglichen Gefahren keinesfalls abschrecken und genieße den Frühling mit deinem Hund!

Das sind meine Top-5 Frühlings-To-Dos für dich:

  • Auf einer Parkbank sitzen und gemeinsam dem Gesang der Vögel lauschen.
  • Schnüffelspiele, egal ob Fährten legen, Futterdummy verstecken oder einfach so ein paar Leckerchen verstreuen. Nasenarbeit macht glücklich!
  • Die Natur als Spielplatz: Nutze Baumstämme und verschiedene Untergründe um die Geschicklichkeit und das Körpergefühl deines Hundes zu stärken.  
  • Achtsamkeitsspaziergang: Lege den Fokus beim heutigen Spaziergang auf die Blumenpracht. Zähle mal mit, wie viele verschiedene Blumenarten du entdeckst und wie viele davon du benennen kannst.
  • Das erste Eis essen gehen und beim Spaziergang mit deinem Hund verzehren.

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